
Feuerwehr Unterbrunn: “Schön, dass man den Zusammenhalt so sehr merkt”

8 Brände, 28 Einsätze, 234 Einsatzstunden, 375 Stunden Aus- und Fortbildung, 1411 Stunden insgesamt: Die Freiwillige Feuerwehr Unterbrunn hat wieder ein arbeits- und ereignisreiches Jahr hinter sich gebracht. “Wir danken für den beeindruckenden Einsatz”, sagte Bürgermeisterin Brigitte Kössinger am Montagabend bei der Jahresversammlung. “Schön ist besonders, dass man den Zusammenhalt so sehr merkt.”

Und das schon seit langem. Der Verein feiert sein 50-jähriges Bestehen (die aktive Wehr ist älter). Schriftführer war schon damals die Dorfikone Hermann Geiger, und so hatte er zur Eröffnung das Originalprotokoll der ersten Mitgliederversammlung im Jahr 1976 mitgebracht. Kommandant war damals Hermann Michl, und er war auch in diesem Jahr, in dem er 90 Jahre alt wird, im Gasthof Högner mit dabei.
Der heutige Kommandant Ferdinand Maenner konnte viel Positives berichten. Die Zahl der aktiven Feuerwehrler ist auf den Höchststand von 42 Aktiven angestiegen. Sie hatten im vergangenen Jahr einiges zu tun. Bei den Gartenzwergen brannte es gleich zweimal, hinzu kamen Waldbrände und die unvermeidlichen Unfälle auf der Umgehungsstraße. Nicht einfach einzuführen war die Alarmierungsgemeinschaft mit der Oberbrunner Wehr. “Es war zäh, aber wir haben es geschafft”, sagte Maenner. Die intensivere Zusammenarbeit hat sich schon bewährt.
Dass die Unterbrunner Wehr so stark ist, das hat auch viel mit der erfolgreichen Nachwuchsarbeit zu tun. Die von Andrea Herr geleitete Jugendfeuerwehr hat 18 Mitglieder. 16 Übungen absolvierten die jungen Frauen und Männer. “Es war auch ganz viel Spaß und Spiel dabei”, sagte Andrea. Besonders beeindruckt hat sie, dass die jungen Feuerwehrler inzwischen auch selbst Verantwortung übernehmen. “Es ist ein großes Miteinander entstanden.”

Dass die Jugendfeuerwehr so gut besetzt ist, liegt wiederum an der Kinderfeuerwehr. Da war Unterbrunn dank Alexandra Heb und Beccy Möcks ganz früh am Start. “Wir sind seit Stunde Null mit dabei”, drückte es Kommandant Maenner aus und lobte die beiden Leiterinnen, die auch den Kindergarten “Kleine Heimat” betreiben: “Ihr seid Profis, das ist der Schlüssel, dass es so super funktioniert.” Wie die Nachwuchskette funktioniert, sieht man zum Beispiel an Johannes Münch. Er war im ersten Jahrgang der Kinderfeuerwehr vor 15 Jahren dabei und wurde am Dienstag für zehn Jahre Dienst in der Feuerwehr geehrt.
Gesellig kann die Freiwillige Feuerwehr natürlich auch. Ob beim Besuch von Jubiläumsfeiern im Umkreis, bei der eigenen Weihnachtsfeier, dem Schlachtschüsselessen oder dem Feuerwehrball: Die Stimmung ist gut in der Unterbrunner Wehr. So ein gutes Zusammenspiel von Aktiven und Verein, lobte Kreisbrandrat Helmut Schweickart, sei nicht selbstverständlich. Er hob auch die gute Jugendarbeit hervor. “Ihr müsst das rocken, wenn wir nicht mehr können.”

Harmonisch verliefen dann natürlich auch die Wahlen. Der frisch gebackene erneute Vater Thomas Walser (herzlichen Glückwunsch!) wurde ebenso einmütig als erster Vorstand wiedergewählt wie sein Stellvertreter Hermann Michl. Kassenwart bleibt Peter Schröfl, Schriftführer der Mandi Geiger. Beisitzer sind Andreas Heb und Constanze Höpner, Kassenprüfer Richard Kaindl und Korbinian Röckenschuss.
Zu Feuerwehranwärtern ernannt wurden Valentina Höpner, Monika Herr, Alexander Heb und Dustin Gnat. Zum Oberfeuerwehrmann ist Davide Gnat aufgestiegen und Kommandant Ferdinand Maenner ist jetzt Brandmeister. Für 30 Jahre geehrt wurden Ernst Wiedemann und Markus Haas.
Auch das Zusammenspiel zwischen Gemeinde und Wehr funktioniert weiter gut. Dass diesmal soviele Gemeinderäte da waren, könnte ganz vielleicht auch etwas mit den anstehenden Kommunalwahlen zu tun haben. Doch funktioniert die Zusammenarbeit auch zwischen den Wahlen. In den vergangenen zwölf Jahren seien 700.000 Euro in die Feuerwehr investiert worden, sagte Bürgermeisterin Kössinger. Es sei allen bewusst, dass gute Ausrüstung den Einsatz helfe, Schäden zu begrenzen. Doch genauso wichtig sei, dass die Mannschaft auch stets gut und gesund zurückkomme. Thommy Walser dankte der scheidenden Bürgermeisterin: “Herzlichen Dank, dass Sie uns in ihrer Amtszeit immer tatkräftig unterstützt haben.”
