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Unterbrunner Sieger, tollte Stimmung, spektakuläre Duelle: Was für ein Seifenkistenrennen!

Nach so einem Seifenkistenrennen sagt man ja immer, das sei das schönste bislang gewesen. Aber diesmal ware es wirlich das vielleicht schönste! Bestes Wetter, motivierte, aber entspannte Teilnehmer, perfekte Organisation und wieder etwa 1000 Zuschauer entlang der Strecke. Und am Ende auch noch Lokalmatadoren als Sieger, die sich im Finale gegen sympathische Gäste durchsetzten.

Doch der Reihe nach. Die 16 Startplätze für die “Jungen Wilden” und die “Rennsemmeln” waren beim 8. Unterbrunner Seifenkistenrennen wieder ausgebucht. Ein Team allerdings erlitt bei der Anfahrt einen Verkehrsunfall und musste passen. Zum Glück wurde niemand verletzt, doch der Abschleppwagen kam zu spät für eine Teilnahme.

Auf der Rennstrecke endete zwar manche Fahrt in den Strohballen und zweimal kollidierten auch Fahrzeuge, doch bewährte sich das Sicherheitskonzept und alle blieben unverletzt. Der Mandi kippte mit seiner Kiste sogar um. Zwei junge Fans sicherten sich hinterher ein signiertes, beschädigtes Fahrzeugteil.

Spannend war auch das Promi-Duell: Landrat Stefan Frey trat gegen den neuen Gautinger Bürgermeister Max Platzer an. Beiden war beim Start anzumerken, dass sie durchaus Respekt vor der Strecke und Ehrgeiz hatten. Stefan Frey war vor zwei Jahren schon einmal gegen Markus Deschler gefahren. Max Platzer zeigte schon bei seiner Trainingsfahrt, dass er wagemutig in die Kurve geht. Und so wurde es ein spannendes Duell, das der Landrat knapp für sich entschied.

Vielleicht ganz gut so. Frey habe versprochen, dass er den Gautinger Haushalt wohlwollend prüfe, sagte Max. Und Frey zeigte sich offen für eine weitere Beruhigung des gefährlichen Verkehrs in der Gautinger Landstraße, zum Beispiel durch Tempo 30. Nach Unterbrunn komme er besonders gern, sagte Frey. Und wer sah, wie stolz er den Pokal für den ersten Platz im Promi-Rennen in die Höhe reckte, der wusste, dass er das durchaus ernst gemeint hat.

Mindestens genauso spannend ging es in den regulären Rennen zu. Und die Unterbrunner schlugen sich bravourös. Bei den “Jungen Wilden” siegten überraschend die “Frechen Früchte”. Maximilian, Lorenz, Magdalena und Emilia hatten eine besonders schöne Kiste gestaltet, die auch den Schönheitswettbewerb gewann. Sie setzten sich im Finale überraschend gegen Henry Gustav Lehmann durch. Der hatte schon vor zwei Jahren mit 400 Kilometern aus der Schweiz die weiteste Anfahrt und mit “Eddy” eine spektakuläre Kiste – sein Vater baut beruflich echte Rennwagen. Dritte wurde Anna Collett vom Team Klarwein – ihre Familie hat schon viele Stockerlplätze geholt.

Auch bei den “Rennsemmeln” gab es einen Heimsieg. Julian Ruschig hatte schon des öfteren bei den “Jungen Wilden” abgeräumt. Jetzt setzte sich der 20-jährige Enkel vom Mandi im Finale auch bei den Erwachsenen durch. Er holte einen umjubelten Sieg im Finale gegen Klaus Wagenstetter. Der 76-jährige aus Pfaffing ist ein gern gesehener Gast in Unterbrunn, der hoffentlich in zwei Jahren wieder kommt. Aber Julian behielt die Nerven und setzte sich knapp durch. Auf dem dritten Platz bei den “Rennsemmeln” landete Peter Schröfl jr.. Papa Flo, der auch schon Erfolge erzielt hat, hatte ihr den Vortritt gelassen, weil die Töchter einfach schneller sind! Der Schönheitspreis bei den Großen ging an die Jugendfeuerwehr.

So konnte Andi bei der Siegerehrung wieder sagen: “Der liebe Gott ist ein Unterbrunner.” Und als er den Mandi fragte, ob man in zwei Jahren wieder ein Rennen machen wolle, versprach er: “Mach ma!”