
Countdown für 8. Unterbrunner Seifenkistenrennen

Tollkühne Kisten, wagenmutige Fahrerinnen und Fahrer, eine spektakuläre Strecke: Das Unterbrunner Seifenkistenrennen ist alle zwei Jahre ein echtes Highlight in der Region. Heuer findet der Wettbewerb – bei dem es vor allem um die Gaudi geht – am Samstag, 13. Juni, bereits zum achten Mal statt. „Die ersten haben bereits die Strecke besichtigt“, sagt Mitorganisatior Andreas Heb, der direkt am Startplatz am Dorfrand wohnt.
Doch vielerorts wird in Kellern und Garagen noch gebastelt – viele Teilnehmer bauen ihre eigene Kisten. Wer sich jetzt noch für die Teilnahme anmelden will, hat noch genug Zeit, ein besonders schnelles oder originelles Gefährt zu bauen. Denn der Schönheitspreis ist traditionell genauso wichtig wie das Ausscheidungsrennen.

Bislang sind laut Andi bereits 13 Kinder-Kisten (mit 20 Fahrern und Mitfahrern) bei den „jungen Wilden“ gemeldet, bei den über 16-Jährigen „Rennsemmeln“ sind neun Kisten gebucht. Anmeldeschluss ist am 8. Juni. Allerdings ist die Zahl der Startplätze auf 16 Teilnehmer pro Rennklasse begrenzt.
Von Anfang an dabei ist die Unterbrunner Kinderfeuerwehr. Seit 2010 führen Alexandra Heb und Beccy Möcks die jüngsten Unterbrunner spielerisch an die Feuerwehr heran, die 20 Plätze sind heißbegehrt. Da ist ein Start beim Seifenkistenrennen, das von der Feuerwehr organisiert wird, natürlich Ehrensache.
„Wir bauen heuer eine ganz neue Kiste“, sagte Alexandra Heb. Beim letzten Mal war das Gefährt der Kinderfeuer aus unerklärlichen Gründen arg langsam unterwegs, Organisator Andi musste in der Kurve einmal sogar anschieben, weil sich die Reifen nicht richtig gedreht haben. „Diesmal wollen die Kinder nicht nur den Schönheitspreis gewinnen, sondern schnell sein“, sagt Alexandra.
Ein Vater, dessen Sohn in diesem Jahr nicht mehr antritt, hat beim Schweißen geholfen, das Grundgerüst der neuen Kiste steht bereits. Eine besondere Neuerung: In der Kiste der Kinderfeuerwehr – mit der auch Beccy und Alexandra bei den Erwachsenen antreten – haben diesmal einschließlich Fahrer sogar drei Passagiere Platz! „Den Kindern macht das Bemalen und Basteln total Spaß“, berichtet Leiterin Alexandra.

Auch bei anderen Teilnehmern laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Gustav aus der Schweiz zum Beispiel tritt bei den „Jungen Wilden“ wieder an. Sein Vater baut im beruflichen Leben auch echte Rennwagen, vor zwei Jahren wurden die 400 Kilometer Anreise mit einem dritten Platz belohnt. Erstmals dabei ist in diesem Jahr auch ein Team aus Hohenschäftlarn. „Die können gut trainieren, da gibt es ja ein starkes Gefälle“, sagt Andi Heb, der das Rennen gemeinsam mit Mandi Geiger und der Feuerwehr organisiert.
Der Mandi – im vergangenen Jahr zum Ehrenbürger von Gauting gekürt – tritt natürlich auch selbst wieder an. Beim Promirennen treten diesmal Landrat Stefan Frey und der neue Bürgermeister Max Platzer gegeneinander an. Bei der Organisation setzt die Feuerwehr auf Bewährtes: Die Strecke wird mit Strohballen gut abgesichert, es gibt eine Hüpfburg, Würstl und Getränke. Wer noch Kuchen spenden will oder mit anpacken, kann sich gern melden (www.unterbrunner-seifenkistenrennen.de) . Am Start soll es heuer noch reibungsloser zugehen: Die Rampen ist erstmals durchgängig zu befahren, die Kisten müssen nicht rückwärts hochgeschoben werden.
